Jahresrückblick 2025: Manchmal braucht die Psyche Zeit, um nach einer Krankheit zu gesunden!
- Kirstin Dell
- vor 4 Tagen
- 5 Min. Lesezeit

Eigentlich geht es hier in meinen Blog um Geschichten aus dem Musikleben. Und so fällt es mir nicht leicht hier von der sehr privaten Geschichte meiner Brustkrebserkrankung zu erzählen.
Aber diese war im Jahr 2025 so präsent, hatte weitreichende Auswirkungen auf mein Musikschaffen und Leben, dass ich davon erzählen möchte.
Ohne Erfahrung, was so etwas mit mir macht (wie sollte ich auch und zum Glück :)), habe ich 2025 erst mal so weitergemacht wie bisher. Das funktionierte mal besser mal schlechter und erst zum Ende des Sommers habe ich es dann verstanden:
Manchmal braucht die Psyche Zeit, um nach einer Krankheit zu gesunden!
Meine Themen und Highlights im Jahr 2025
Brustkrebs und wie es danach weiter geht...
Im Herbst 2024 wurde bei einer Routinemammographie ein eingekapselter Tumor (Decis) in meiner Brust entdeckt. Das war natürlich erst mal ein Schock, denn ich fühlte mich doch gesund! Wie sollte da ein Tumor sein? Aber die Röntgenbilder zeigten es deutlich und mir wurde empfohlen die rechte Brust abnehmen zu lassen. Dafür dann zum Glück keine Chemotherapie oder Bestrahlung. Die OP fand im Januar im Brustzentrum Heidelberg / Senologie bei Frau Dr.Lemke statt, bei der ich in sehr guten Händen war! Vielen Dank an dieser Stelle nochmal für die gute Betreuung. Und nach zwei Tagen Krankenhausaufenthalt wurde ich wieder nach Hause entlassen.
Meine Familie, meine Freude, der Buddhismus und besonders mein Lehrer Lama Ole Nydal haben mich in der ganzen Zeit sehr gut unterstützt und mir Halt gegeben, wofür ich sehr dankbar bin!
Die Genesung ging sehr gut und schnell voran, so dass ich bald wieder anfing, zu singen, auf Veranstaltungen zu gehen, und eigentlich dort weitermachte, wo ich vor der OP aufgehört hatte.
Einige Konzerte musste ich allerdings absagen und auch mein Mitwirken in einem Ensemble hatte sich aufgelöst, so dass ich 2025 nur einen Soloauftritt bei einem Bühnenseminar hatte.
Sie fehlten mir, meine Auftritte, aber ich dachte dann, dass ich nun Zeit zum Weiterentwickeln meiner Stimme im Gesangsunterricht hätte, Repertoire lernen und neue Projekte planen könnte. Gesagt getan, aber auch wenn ich Zeit hatte, fehlte mir häufig der Antrieb zu lernen, mich gut vorzubereiten. Ich war emotional empfindlicher als sonst, was in einem Lernprozess nie gut tut.
Trotzdem habe ich einfach weitergemacht, so schnell gebe ich nicht auf und eigentlich geht es mir doch gut!?
Doch erst in der guten Reha in der Luise von Marillac Klinik am Ende des Sommers habe ich es verstanden:
"Die Psyche braucht Zeit, um zu gesunden".
Und wenn ich so meine Bilder durchschaue, gibt es doch auch viele Ereignisse (vielleicht ein paar zu viel im Rückblick ;)), die mir viel Freude bereitet haben und die ich hier mit Euch teilen möchte.
Badisches Staatstheater
Seit Dezember singe ich im Extrachor des Badischen Staatstheaters Karlsruhe mit, wo ich 2025 an zwei Produktionen mitwirken durfte. Zum einen bei einem sinfonischen Konzert mit Chor zum Thema Wasser. Aufgeführt wurde "Das schweigende Meer" des Komponisten Shih. Das Zweite war die Neuinszenierung von Wagners "Lohengrin" von Manuel Schmitt,das ein wirkliches Highlight in 2025 war und sehr sehenswert ist (es gibt noch 3 Aufführungen in 2026! - siehe Termine).
Und da merkte ich mal wieder, wie gern ich auf der Bühne stehe, zusammen mit so vielen tollen Leuten, die mit ihrem Engagement vielen Menschen unvergessliche Live-Erlebnisse bieten. Bis hoffentlich ganz bald, Ihr Lieben Menschen vom Staatstheater Karlsruhe!
Musikalische Kurse und Unterricht
Und da ich "Zeit" hatte, besuchte ich einen Gesangskurs in Lübeck und nahm Gesangsunterricht. Auch machte ich weiter mit dem Seminar "Auf die Bühne" vom Rabine Institut in Wachenheim. Dieses endete im November mit einem Werkstattkonzert, wo wir unsere Entwicklungen mit viel Freude präsentieren konnten.
Herzlichen Dank an alle Dozenten und das Rabine Institut für diese zwei sehr bereichernden Jahre. Ich fühle mich nun noch viel präsenter und sicherer "Auf der Bühne"!
Und so schön und lehrreich die Kurse auch waren, fehlte mir dabei doch des öfteren das "dicke Fell". Lernen funktioniert halt am besten, wenn man im sicheren Umfeld ist. Das war zwar da, aber meine inneren Sicherheit und Freude, waren leider nicht immer da.
Mehr ist da manchmal nicht mehr und so gebe ich mir im Moment etwas mehr Zeit und Ruhe, um zu wachsen, bis ich wieder meine volle Stärke erreiche.
Erwähnen möchte ich auch noch die Classical Next, eine internationale Messe für klassische Musik, die ich im Mai in Berlin besucht habe.
Zur Classical Next wollte ich unbedingt mal hin und es war spannend, auch wenn viele "große" Player da waren und ich ja nun nicht zu den großen "Playern" gehöre ;)
Ein Musikmanager meinte, als ich sagte, dass ich ja nur eine "kleine" selbständige Musikerin bin, dass diese auch sehr wichtig seien, denn das ganze könnte man sich wie ein Ökosystem vorstellen, wo alles seinen Wert hat!
Insgesamt waren die Leute sehr offen und kontaktfreudig und ich habe einige wirklich nette und nahbare Menschen kennengelernt, wie zum Beispiel die Pianistin Hanni Liang. Sie hat vor ihrem Auftritt Rosen verteilen lassen mit Zetteln, wo jeder einen Wunsch draufschreiben konnte. Was für eine schöne Idee. Ihre Aktion und musikalischer/ moderierter Auftritt war ein wirkliches Highlight.
Kulturaktivität in Landau
Dieses Jahr könnte man auch das "Jahr der Landauer Kontakte" für mich nennen. Denn es haben sich tolle Begegnungen und Möglichkeiten entwickelt, die noch in die nächsten Jahre hineinreichen werden.
So bin ich Mitglied im neuen Verein "Quartier zu neuen Ufern e.V." geworden, mit denen zwei tolle Projekte anstehen (ein "Romantisches Konzert" und "Wasser Konzert" - nähere Infos unter: Termine)
Auch mit dem Atelier Salon in Landau hat sich der Kontakt vertieft. Ein wunderschöner, verwunschener Ort mit tollen Ausstellungen (z.B.: Monika Scharper, Otto Frei), Cafe und kulturellen Veranstaltungen mit zwei tollen engagierten Frauen, die den "Laden" am Laufen halten.
Auftritte dort sind schon in der Planung und ich möchte auch meine Video/-Audioaufnahme dort
machen.
Ein Highlight in diesem Jahr war das "Denkfest" Rhein-Necker", das im Alten Kaufhaus Landau unter dem Motto: "Kampfzone Freiheit – Wer hat Angst vor Ambivalenz?" stattfand. Eine sehr spannende Veranstaltung, die viele meiner Gehirnzellen angeregt hat.

Weitere schöne und besondere Momente in 2025
SWR Junge Opernstars 2025 in der Jugendstilfesthalle Landau
Immenstadt im Allgäu Frühjahr 2025
Hamburgbesuch in März 2025
Gesangskurs in Lübeck Mai2025
Parisreise Juni 2025 - es war sehr heiß!!
Budapest September 2025
Mein 2025-Fazit
Worauf bin ich 2025 stolz?
Das sich mein Leben nach der OP wieder stabilisiert hat
Was habe ich 2025 über mich selbst gelernt?
Dass ich jetzt klarer meinen Weg gehen kann:
Nicht: schneller, höher, weiter... - sondern mit Gelassen- und Zufriedenheit
auf zu neuen Projekten!
Wofür bin ich 2025 besonders dankbar?
Für die Unterstützung meiner Familie und meiner Freunde, dem Buddhismus und besonders meinem Lehrer Lama Ole Nydahl!
Was waren meine größten Herausforderungen in 2025?
Meine Brustkrebserkrankung
Was ist 2025 richtig gut gelaufen?
Meine Genesung
Mein Ausblick auf 2026
Wieder eigene Konzerte machen ("Romantischer Abend" - "Wasser-Projekt" u.a.)
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Eine professionelle Video- und Audioaufnahme
Tolle Reisen
Lernen, Auszeiten für mich zu nehmen
Booking : regelmäßig Veranstalter anschreiben und telefonieren
Meine Freundschaften mit anderen Frauen pflegen!
Gesund bleiben!
Mein Motto für 2026:
Wieder angekommen im Hier und Jetzt, möge ich vielen Menschen mit Musik Freude bereiten!


















































































































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